Wurzelspitzenentfernung

Eine Wurzelspitzenentfernung (auch Wurzelspitzenresektion genannt) wird bei einer entzündeten Zahnwurzel angewandt. Ursache hierfür kann beispielsweise eine sehr weitreichende Karieserkrankung sein. Dabei wird nur die Wurzelspitze und das die Wurzelspitze umgebende entzündete Gewebe entfernt. Man verhindert damit die Ausbreitung einer Infektion auf den Knochen und die Entstehung von Abszessen. Das Ziel der Wurzelspitzenresektion ist es den Zahn zu erhalten. Eine Wurzelspitzenentfernung kann auch bei Brüchen der Wurzel, Tumorverdacht oder Hohlräumen (Zysten) notwendig sein.

Ablauf der Wurzelspitzenentfernung

Bei der Wurzelspitzenentfernung durchtrennt der Zahnarzt über der betreffenden Zahnwurzel das Zahnfleisch und die Knochenhaut. Das Zahnfleisch wird vom Knochen weggeschoben, bis dieser frei zugänglich ist. Um an die Wurzelspitze zu gelangen wird der Knochen mit einer speziellen Knochenfräse abgetragen. Anschließend kürzt der Zahnarzt die entzündete Wurzelspitze mit einer länglichen Fräse um einige Millimeter. Dabei werden feine verästelte Ausläufer des Wurzelkanals möglichst mit entfernt.

Als nächstes wird der Wurzelkanal behandelt. Der Zugang erfolgt hier in der Regel von der Zahnkrone aus, die entsprechend aufgebohrt wird. Der Wurzelkanal wird wie bei der normalen Wurzelbehandlung erweitert, desinfiziert, getrocknet und ausgefüllt.

Nach der Entfernung des entzündeten Gewebes und sorgfältiger Säuberung der Knochenhöhle wird das Weichgewebe wieder zurückgeklappt und vernäht. Zum Abschluss wird die Zahnkrone provisorisch verschlossen. Die endgültige Füllung des Zahnes erfolgt erst nach Abschluss der Wundheilung.

Häufige Fragen zum Thema Wurzelspitzenentfernung:

Mittels einer Röntgenaufnahmen des betroffenen Zahnes wird abgeklärt, ob die Entzündung der Zahnwurzel auf die Kieferknochen überggegriffen ist, und welches Ausmaß die Entzündung bisher erreicht hat. Ebenso wird mithilfe der Röntgenaufnahme die Erreichbarkeit der Wurzelspitze geprüft.

Die Dauer des Eingriffs hängt zwar von den jeweiligen Verhältnissen ab. In der Regel kann man aber von etwa 15 bis 30 Minuten pro Wurzelspitzenresektion ausgehen.

Die Wurzelspitzenentfernung gilt als risikoarmer Eingriff, der problemlos ambulant durchgeführt werden kann. Wie bei jeder Operation lassen sich aber Komplikationen nicht hundertprozentig ausschließen. Über seltene Komplikationen wie örtliche Infektionen, Wundheilungsstörungen oder Nervenverletzungen wird sie Ihr Zahnarzt aber vor dem Eingriff umfassend aufklären.

Durch die Entzündung der Zahnwurzel kann sich der Knochen zurückbilden. Ebenso kann es zu schweren Abszessen und Zysten in der Umgebung der betroffenen Wurzel kommen, die sich dann auf den gesamten Organismus negativ auswirken können.

Neben den normalen Risiken, die bei einem operativem Eingriff entstehen, kann es bei der Wurzelspitzenentfernung zu einer Schädigung eines Nervs kommen. Ebenso zu einer Reizung oder Infektion der Kieferhöhle oder auch zu einer Schädigung der benachbarten Zahnwurzeln. Über die genauen Risiken wird individuell immer in einem persönlichem Gespräch aufgeklärt.

Eine genaue Empfehlung kann hier nur der behandelnde Zahnarzt aussprechen, jedoch gibt es einige Situationen in denen einen Wurzelspitzenentfernung empfohlen wird.

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